Nach dem Regierungsbeschluss, dass Schweden Hilfe in die Türkei entsenden soll, wurde der Zivilschutzbehörde MSB (Myndigheten för samhällsskydd och beredskap – Schwedische Behörde für Katastrophenschutz und Notfallvorsorge) ein Auftrag erteilt, die ihrerseits eine Unterstützungsanfrage an die Schwedischen Streitkräfte stellte. Ein militärisches Transportflugzeug wurde rasch mit Hilfsmaterial und speziell ausgebildetem Personal von F 17 und Swedec beladen.
– Der heutige Einsatz ist Teil des Gesamthilfspakets, das Schweden bereitstellt. Seitens der MSB werden wir weiterhin die Ressourcen bereitstellen, die benötigt werden, um die wichtigen Rettungsarbeiten in der Türkei und Syrien zu unterstützen und zu erleichtern, sagt Charlotte Petri Gornitzka, Generaldirektorin der MSB.
Bereits am Dienstag reiste ein Team aus angeforderter Fachkompetenz in die Türkei, nachdem Schweden eine Anfrage über das Koordinierungszentrum des EU-Katastrophenschutzmechanismus beantwortet hatte. Die Experten unterstützen die Arbeit in Bereichen wie Logistik, IT-Kommunikation und Verwaltung.
– Die Schwedischen Streitkräfte verfügen über einzigartige Kompetenzen und Ressourcen, die vor Ort eine wertvolle Unterstützung darstellen werden. Wir entsenden unter anderem Hunde, die darauf trainiert sind, mit ihrer Nase als Sensor Menschen aufzuspüren, sowie Personal, das darin ausgebildet ist, Personen in eingestürzten Gebäuden und gefährlichen Trümmern zu suchen und zu retten, sagt Carl-Johan Edström, Leiter der Operationsführung der Schwedischen Streitkräfte.
Die Schwedischen Streitkräfte stellen auch medizinische Ressourcen in Form einer leichten Traumagruppe mit Arzt, Krankenpfleger und Fachsanitäter sowie ein mobiles medizinisches Team bereit, das in der Lage ist, Versorgung und lebenserhaltende Maßnahmen an schwer zugänglichen Orten durchzuführen.

