Schweden testet bei der Übung REPMUS 2026 im Süden Portugals 28 unbemannte Luft-, Überwasser- und Unterwassersysteme. Darunter befindet sich ein unbemanntes Stridsbåt 90 (schwedisches Kampfboot). Rund 300 Personen aus den schwedischen Streitkräften (Försvarsmakten), der Industrie und Regierungsbehörden nehmen teil, wie die schwedischen Streitkräfte mitteilten.
Die Systeme werden laut den schwedischen Streitkräften in militärischen Szenarien gemeinsam mit anderen NATO-Staaten getestet. Die Szenarien decken die gesamte Kette von der Erkennung bis zur Bekämpfung ab. Schweden, Finnland, Dänemark, Norwegen und die Ukraine bildeten eine gemeinsame Einsatzgruppe, die die gegnerische Kraft darstellte. Die Marine erklärt, das Ziel sei eine verbesserte maritime Überwachung, U-Boot-Abwehr und Minenabwehr.
"Ein unbemanntes Fahrzeug ergänzt unsere größeren bemannten Schiffe", sagte Fregattenkapitän Magnus Lind, Entwicklungsoffizier im Marinestab.
Robert Sandgren, technischer Offizier bei der Schwedischen Verteidigungsmaterialbehörde (FMV, Försvarets materielverk), leitet die schwedische Teilnahme. "Der Vorteil ist, dass wir militärisches und industrielles Fachwissen auf eine Weise kombinieren können, die uns sonst nicht möglich wäre", sagte er.
REPMUS läuft vom 31. August bis zum 25. September. Die portugiesische Marine organisiert die Übung gemeinsam mit der NATO, der Europäischen Verteidigungsagentur (EDA, European Defence Agency) und Forschungspartnern. Nach eigenen Angaben sind 36 Marinen, mehr als 1.500 Angehörige und über 300 unbemannte maritime Systeme beteiligt.
Schweden nahm erstmals 2024 als NATO-Mitglied teil, wie NDS bereits berichtete.

